NEWS November 2008
15. November, Eigenmeldung
Uri Geller installiert neue Verschwörungstheorie
Er hat es zwar selbst nie irgendwo formuliert, aber das ist es ja gerade!
Aus seinem Verhalten muss man dringend entnehmen, dass es einen neuen Versuch
gibt, den realistischen Umgang mit dem Phänomen "Außerirdische"
zu verhindern! Und Uri Geller hat es für Geld unterstützt, das
ihm die Fernsebosse boten, weil sie bei echten Attraktionen zu Recht einen
riesigen Quotenrückgang befürchten. Nach der heutigen Sendung
auf Pro 7, dem Action-Fantasy-Sender, kann man den ernsthaften Umgang mit
dem Thema getrost in der tiefsten Schublade versenken. Kontakt zu Außerirdischen,
so soll das also gehen? Mit lediglich lichtschnellen Radiosignalen, in deutsch
von komprimierter CD ins All ausgestrahlt? Au Weia. Sollte es eine Zivilisation
geben, die ungefähr der unseren entspricht und ganz nahe ist, sagen
wir lächerliche 25 Lichtjahre, dann dauert es immerhin 50 Jahre, bis
wir Antwort bekommen. Eher haben wir bis dahin eine Technologie entwickelt,
mit der wir selbst dorthin fliegen können!
Und wenn wir nun soweit wären, gewissermaßen also selbst "Aliens"
für die Leute dort, wie würden wir mit ihnen umgehen, die ja vielleicht
noch nicht einmal Computer entwickelt haben? Wollten wir vielleicht mit
solchen Wilden überhaupt Kontakt aufnehmen? Einen guten Schlüssel
zur Simulation dieser Begegnung bietet der Umgang, den wir heutzutage zu
neuentdeckten, isolierten Indianerstämmen im Amazonasgebiet pflegen:
Medizinische Untersuchungen, vielleicht in Ruhe lassen (iih, die sind so
schmutzig) oder ihnen gleich Feuerwasser verkaufen, vielleicht kann man
sie ja zu tumben Konsumenten machen, sie haben ja sowieso keine Ahnung.
Matchwinner des Abends war der bekannte UFO-Forscher Erich von Däniken,
der genau so etwas über prähistorische Begegnungen mit Aliens
hier auf der Erde behauptet und damit wenigstens den Realo-Flügel der
Prä-Astronautischen Fraktion würdig vertreten hat. Man muss sich
das mal alles konkret überlegen: zu Aliens, die in der Lage sind, mal
eben zig(tausend)Lichtjahre zu reisen, haben wir einen technischen Rückstand
wie Hühner in einer Legebatterie zum Bedienpersonal der dortigen technischen
Einrichtungen. Und nun beschließen die Hühner, eine Botschaft
an die "Außerkäfigen" zu senden, in Liebe wohlgemerkt,
und gackern wie blöd und kratzen irgendwas ins Stroh, wenn sie diese
Freiheit haben.(Okay, sagen wir Bodenhaltung) Was macht das Bedienpersonal?
"Was ist mit den Hühnern los? Die gackern ja wie bescheuert! Haben
doch alles, was sie brauchen. Sollen wir wieder ein bisschen Beruhigungsmittel
ins Futter mischen? Dass bloß keiner dem Verwalter was sagt, sonst
gibts wieder Sonderschichten!"
In einer solchen Sendung hat man direkt Sympathie mit Nina Hagen, die auf
die Frage, was sie sich zu Außerirdischen denkt, frei heraus antwortete:"Ick
denke janüscht!". - Ick jeb's jetz ooch uff!
Immerhin, was die Technik anbelangt, so holen wir gegenüber den Aliens
spürbar auf: jetzt sind wir schon in der Lage, durch Benutzung der
Nano-Technologie Werkstoffe herzustellen, wie sie von den Zeugen des Roswell-Absturzes
beschrieben wurden: "Nicht zu zerreißen, und wenn man sie knittert,
springen sie zurück in die vorherige Form. Dazu der Wissenschaftsticker:http://www.heise.de/tr/Nanopapier-aus-organischem-Anbau--/artikel/109651
Und was sagen Remote Viewer zu Aliens? Ganz klar, wer Aliens viewt, kriegt
Aliens, fast immer die "Kleinen Grauen". Was längst nicht
sicher ist: ob wir hier tatsächlich in Erdnähe anwesende Fremde
viewen, oder ob wir auf archische Programme in eigenen Gehirnregionen zugreifen,
die sonst verdrängt sind. Aus der Art und Weise, wie sich die Sessions
abspielen, nämlich indem die Viewer realistische Abductionerlebnisse
haben, könnte man auf die Realität der Aliens schließen.
Aber Vorsicht! Die Imaginationskraft unseres Gehirns ist so stark, dass
wir auch UFO-Bilder virtuell erzeugen können, mindestens für uns
selbst, möglicherweise aber auch als Gruppenphänomen. Solange
wir hier nicht endgültige Klarheit haben, sind solche fernsehsendungen
wir heute auf Pro/ nur dazu angetan, echte Forschungen zu verhindern. Entweder
ist Uri Geller persönlich am Ende, möglicherweise finanziell,
sodaß er solche Jobs annehmen muss, oder sein Selbstdarstellungsdrang
hat inzwischen klinische Ausmaße.
1. November, Eigenmeldung
Endlich Beweis für die Kraft des Wünschens!
Ausgerechnet der ADAC hat es geschafft: durch massives Wünschen von
Millionen von Autofahrern ist der Spritpreis innerhalb eines Monats um mehr
als ein Viertel gefallen! Häh? Wie das, wird der geneigte Leser fragen.
Tickt der News-Schreiber hier nicht mehr richtig? Keine Angst - es handelt
sich um eine wissenschaftlich begründbare These! So wie sie Statistiker
und Forscher täglich produzieren und gebrauchen, und uns damit beispielsweise
erklären können, warum Wohlstand zu Kinderarmut führt!
Im September, als man das Oktoberheft produzierte, dachte man sich ein
schönes Titelbild aus: Viele Tausend eingesandte Passfotos von Mitgliedern,
die sich niedrigere Benzinpreise wünschten, wurden zusammengestellt
und man titelte darüber: "TUT ENDLICH WAS! SPRIT WIRD UNBEZAHLBAR!
RUNTER MIT DER ENERGIESTEUER!"
Nun, wie wir die Matrix kennen, sie hatte sofort verstanden. Aber, was soll
das Universum in solch einem Fall tun? Die Energiesteuer senken? Fast unmöglich,
das würde gleich mit mehreren Parteiprogrammen kollidieren! Aber es
gab einen anderen Weg! Wenn es eine internationale Finanzkrise gäbe,
meinetwegen auf der Basis der geplatzten Hypothekenblase, dann würden
die ROHÖLPREISE RUNTERGEHEN, damit auch die Benzinpreise und der ertrag
der Energiesteuer ebenfalls. Das war die Lösung! Und einen Monat später
war es perfekt::Finanzen im Keller, Rohölpreise um zwei Drittel gefallen,
Benzinpreise um über ein Viertel. Die Matrix ist konsequent und erfolgreich.
Das scheint Ihnen wie eine Satire? Haben Sie schon mal gewünscht?
Und - wie ging das aus?