NEWS April 2008

29. April, Meldung
Der Echo-Effekt der Matrix

Aufmerksame Beobachter des Tagesgeschehens bemerken es immer wieder, auch wenn sie Frank Köstlers "Verborgenen Plan" nicht gelesen haben: Das Universum doppelt seine Ereignisse. Manchmal ist das so eklatant, dass man den Kopf schüttelt. Flugzeugkatastrophen zum Beispiel: So merkwürdig die Unfallursache auch war, innerhalb einer Woche wird sie wiederholt. Und nun bei der Bahn. Ich kann mich nicht entsinnen, wann letztens ein Zug in Deutschland in eine Tierherde gerast ist. Und nun, drei Tage nach dem ICE-Unglück nahe Fulda, wo ein Zug in eine Schafherde fuhr, nun die Kollision einer Regionalbahn mit einer Kuhherde. Und hinterher weiß keiner so genau, wie die Tiere auf die Gleise kamen. Achten Sie auf Zeitungsmeldungen, die mit "Schon wieder ..." beginnen.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,550440,00.html

28. April, Wissenschaftsticker
Geheimnis der Kristallschädel entzaubert

Pünktlich kurz vor dem Kinostart von "Indiana Jones und das Königreich der Kristallschädel" geht Jane Walsh von der Smithonian Institution, selbst Besitzerin eines solchen Artefaktes, mit beunruhigenden Nachrichten an die Öffentlichkeit. Nein - Indiana Jones braucht die Welt nicht zu retten, bevor sie am 21.12.2012 auseinanderfliegt, und schon gar nicht mit den Kristallschädeln. Denn die meisten der Schädel sind als Souvenirs für Kunstliebhaber hergestellt worden, wahrscheinlich von einem französischen Archäologen und Antiquitätenhändler namens Eugène Boban. Im Teilchenbeschleuniger konnte man Bearbeitungsspuren aus dem 19. Jahrhundert feststellen, exakt der Zeitpunkt, an dem die Schädel das erste mal auftauchten. Tja, Herr Spielberg, aber egal, die Leute werden trotzdem ins Kino rennen, schon wegen Harrison Ford. Trotzdem: Ein schönes Target für Remote Viewer sind die Schädel immernoch, man sollte sich dabei aber genau auf einen bestimmten festlegen, denn Jane Walsh hat auch herausgefunden, daß einige anderer Herkunft sind. Wenn ich mich recht erinnere, sprach man vor vielen Jahrzehnten auch nur von sechs statt von zwölf - oder gar dreizehn, der neuen Legende, nun von Hollywood ausgestreut.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,550101,00.html

22. April, Wissenschaftsticker
Gehirn zeigt Fehler an, bevor sie passieren

Beim Verrichten monotoner Handlungen zeigen einige Hirnregionen schon eine halbe Minute, bevor ein Fehler passiert, eine veränderte Aktivität. Das fanden norwegische Forscher heraus, als sie die Hirnaktivität von Probanden maßen, während diese eine einfache, aber auf Dauer monotone Aufgabe lösten. Im Fachmagazin Proceedings Of The National Academy Of Sciences PNAS berichten sie, dass kurz bevor ein Fehler auftrat in den Hirnregionen die Aktivität abnahm, die für die Aufrechterhaltung einer Leistung zuständig sind. Die Hirnaktivität änderte sich schon sechs Sekunden vor dem Fehler, die Tendenz dazu sogar schon 30 Sekunden vorher. Nach dem Fehler normalisierte sich die Aktivität wieder. Die Ergebnisse überraschten die Forscher, denn bislang war man davon ausgegangen, dass menschliche Fehler ausschließlich auf kurzzeitigen Schwankungen der Konzentration oder der Hirnaktivität beruhen. Die neuen Ergebnisse zeigen dagegen, dass sich Fehler schon frühzeitig ankündigen. [dradio]

(Quelle: PNAS, wissenschaft.de)

11. April, Büchermarkt
"Tanz der Dimensionen" von Manfred Jelinski wird überarbeitet

Das von Remote Viewern als Standardwerk über das Thema eingestufte erste deutsche RV-Buch "Tanz der Dimensionen" wird ab April rechtlich vom Verlag Ahead and Amazing betreut. Die inzwischen zehn Jahre alten Inhalte werden hierzu vom Autoren überarbeitet und nach aktueller Sicht mit Kommentaren versehen. Neben der Darstellung aller beim Remote Viewing relevanten Themen findet sich in dem Buch auch eine Auseinandersetzung mit Prophezeiungen aus der Sicht von 1998/99 sowie Zukunftsessions für die Zeit danach. Diese Passagen sollen im Original belassen werden, aber mit einer Gegenüberstellung der tatsächlichen Ereignisse vervollständigt werden.

www.aheadandamazing.de

3. April, Wissenschaftsticker
Technisches Gedankenlesen wird machbar

Neurowissenschaftler sind dabei, mit Gehirnscannern den "Denkcode"des Gehirns zu entschlüsseln. Man verwertet dabei Messwerte, die bei verschiedenen Wahrnehmungen erhoben wurden. Jack Gallant von der Universität Berkeley konnte nur aufgrund von Meßwerten sagen, welche Bilder den Probanden gezeigt worden waren.

Der Japanisch Hirnforscher Yukiyasu Kamiti von der ATR Computional Neuroscience Laboratories in Kyoto konnte Bilder nur aufgrund von Gehirnaktivitätsmessungen zeichnen. Allerdings waren seine Versuchpersonen vorher mit ausgewählten Testbildern trainiert worden. Soweit zur Wissenschaft, wobei ähnliche Ergebnisse der deutsche Gehirnforscher Günter Haffelder in seine Lerntherapien hat einfließen lassen.

Für Uri Geller und Remote Viewer sind das ganz alte Hüte.

www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,druck-544710,00.html