Interview mit Stefan Klemenc und Manfred Jelinski, Trainer der Remote Viewing Akademie
1)Was machen Remote Viewer mit der Methode und den Kenntnissen?
Stefan Klemenc (SK):
Sitzungen, Spaß haben, forschen. Da die Methode sehr vielseitig einsetzbar
ist, machen RVler so ziemlich alles damit, was man sich vorstellen kann.
Es ist derzeit immer noch hochinteressant, die Gesetzmäßigkeiten
des RVs besser zu erforschen.
Manfred Jelinski (MJ):
Das ist sehr unterschiedlich. Jeder, der RV lernen will, kommt schon mit
Vorstellungen, was er/sie gern herausfinden möchte. Natürlich
gibt es einige Leute, die damit Glücksspiele machen wollen, einige
möchten den Sinn des Universums oder die eigenen Möglichkeiten
ergründen. Heilpraktiker interessieren sich für unübliche
Anamnesen und Schatzsucher für Schätze eben. Das können auch
historische sein. Viele wollen auch Mythen und Verschwörungstheorien
aufklären. Das beste Ziel ist meiner Meinung nach, den heutigen Standard
von Technung UND Gesellschaft weiterzuentwickeln. Und das meint nicht, wie
eine neue BMW-Karosserie aussehen soll, sondern welche Technik uns weiterhilft,
wie wir Energie bereitstellen können, ohne unseren Planeten zu ruinieren
und wie wir gesellschaftliche und persönliche Probleme am besten lösen,
sodass wir Kriege vermeiden und so viel Menschen wie möglich eine förderliche
Perspektive bieten können.
2)Kann man mit RV Geld verdienen?
SK: Durch eine beratende Funktion kann ein Viewerteam durchaus finanziellen Erfolg erzielen - Wenn man es richtig anfängt. Allerdings scheitert das häufig sowohl am Auftraggeber und seinen Maßgaben terminlicher Natur als auch am Mangel trainierter Viewer. Im kleinen Rahmen ist Geldverdienen bei Sportwetten möglich.
MJ: Sicher. Aber allein ist es sehr öde. Man muss eine ziemliche
Fertigkeit sich erarbeiten, wenn man solo viewt. Und sich immer selbst motivieren.
Das hält kaum jemand durch. Am besten fährt man mit einen Partner
oder mehreren Freunden, mit denen man sich auch abstimmen kann. Dabei ist
allerdings der gemeinsame Konsens entscheidend. Beim Geldverdienen ist das
wiederum nicht jedermanns Sache.
Auf jeden Fall wird man vor Krisen gewarnt und bekommt Hinweise, wie man
dann am besten durchkommt. Ob Aktien steigen oder fallen, kann man nachschauen,
es wird von Viewern aber meist als ziemlich langweilig empfunden.
3) Kann man RV Wirtschaftsunternehmen anbieten?
SK: Können ja. Nur ist es so, daß RV als Methodik immer noch als eine Art "Kaffeesatzlesen" betrachtet wird und der Versuch eines solchen Angebots daher meist an diesem Vorurteil seitens des Unternehmens scheitert. Da es leider auch schwierig ist, für lau "Probeprojekte" durchzuführen, welche die Stärken der Methode demonstrieren, macht derzeit eine Orientierung hin zum wirtschaftlichen Klientel wenig Sinn.
MJ: Auf jeden Fall. Aber diese Unternehmen sind ja auch immer durch
Personen repräsentiert. Wenn man dann rausbekommt, dass der Chef das
Problem ist, wird es kritisch für den Viewer.
Aber man kann auf jeden Fall herausfinden, was für die Zukunft der
Firma gut wäre und wie man sich verhalten sollte, um eine positive
Entwicklung zu erreichen.
Das muss man aber kontinuierlich machen, weil jeder Eingriff die Zukunft
und die Chancen ändern kann. In solchen kleinen Ereignissen (bezogen
auf die ganze Erde) gibt es eine große Variabilität der Entwicklung.
Man muss immer wieder nachschauen, was sich verändert hat und wie die
Perspektive nun aussieht.
4) Ist eine Zusammenarbeit mit der Polizei möglich? Kann man Verbrechen aufklären und zum Beispiel Vermisste Kinder wieder finden?
SK: Man kann damit Hinweise finden, die das Auffinden Vermißter Personen oder die Aufklärung von Verbrechen erleichtert. Eine Zusammenarbeit mit kriminalistischen Einrichtungen ist durchaus möglich, wie Pat Price in den 70ern und die RV-Einheit in Fort Meade Ende der 80er Jahre eindrucksvoll demonstriert haben.
MJ: Im Prinzip ja. Aber dazu gehören eben auch zwei
eine
Polizei, die das mitmacht und Viewer, die weder Tod noch Teufel fürchten.
Die Polizei, auch wenn die diesbezüglichen Mitarbeiter daran glauben,
dass RV funktioniert, benötigt Beweise oder mindestens eine Beschreibung,
wie sie an diese Beweise kommt. Dann genügt es nicht, zu sagen, die
seien in jenem Haus in dem bestimmten Schreibtisch versteckt, sondern man
muss dann auch einen Grund für eine offizielle Hausdurchsuchung liefern.
Auf der Seite der Viewer kann es nur von sehr geübten Personen durchgeführt
werden. Da man im RV bilokal arbeitet, ist man also mit einem großen
Teil seines Selbst auch am Tatort und empfindet z.B. körperliche Gewalt
und die Schmerzen des Opfers sehr intensiv. Damit muss man umgehen können
und sich von diesen Eindrücken auch wieder trennen können.
5) Es gibt eine Anzahl von Skeptikern, die immer wieder behaupten, RV
sei erwiesenermaßen Unsinn und könne gar nicht funktionieren.
Was ist dazu zu sagen?
SK: Die wird es immer geben. Diese Form der Skepsis basiert auf einem veralteten, mechanistischem Denken. Heute ist diese Denkweise längst überholt. Solche Skeptiker sollten sich hinsetzen, und selbst die Methode an sich versuchen - am besten innerhalb eines Trainings. Die moderne Parapsychologie und natürlich auch RVler haben längst ausreichend Beweise vorgelegt, die diese Sorte Skeptiker zum Schweigen bringen sollte. Da die immer noch da sind, hat deren Skepsis wenig mit Logik zu tun.
MJ: Nun, es gibt zwei Arten von Skeptikern, die sich allerdings
beide dadurch auszeichnen, dass sie nicht selbst ausprobieren wollen, ob
diese Methode funktioniert.
Die erste Gruppe sagt und schreibt meist wörtlich: "Das kann gar
nicht funktionieren, weil
" Damit wird natürlich schon ausgesagt,
dass eine konkrete Überprüfung der Methode nicht stattgefunden
hat bzw. kein Interesse daran besteht. Darauf kann man keine ernst zu nehmende
Meinung gründen, auch wenn andere Skeptiker, auch Wissenschaftler darunter,
zitiert werden, die es ebenfalls nicht überprüft haben.
Die zweite Gruppe geht ähnlich vor, bezieht sich jedoch auf Untersuchungsergebnisse
anderer, die eine Überprüfung vorgenommen haben oder dasselbe
vorgeben. Meist beziehen sich diese Skeptiker auf offizielle Untersuchungen
der amerikanischen Regierung, die nach Ende des Kalten Krieges durchgeführt
wurden, um herauszufinden, was man an den diversen militärischen Projekten
einsparen könne. Damit wurde eine Firma betraut, die im Falle des RV-Projektes
der US-Army allerdings nur die freigegebenen Dokumente, nicht aber die geheimen,
zu Gesicht bekam. Da kam natürlich auch eine Menge Schrott, Versuche
und sogar Späße zusammen, die logischerweise zu dem Schluss führten,
RV sei nutzlos. Hinzu kam, dass die Untersucher auch keine Session lesen
und interpretieren konnten.
In den bisherigen 14 Jahren Training in Deutschland konnte es noch kein
einziger NICHT. Auch wissenschaftlich gebildete Interessenten, die das Training
mit starken Zweifeln gebucht hatten, waren später überzeugt, dass
RV geht, weil es, wissenschaftlich betrachtet, GEHEN MUSS.
6) Sollte man nicht in alle Welt hinausrufen, dass es so eine phantastische Technik gibt?
MJ: Um Himmels Willen, nein! Es gibt ab und zu einmal Journalisten, die hier von einem gewissen Sendungsbedürfnis getragen werden. Ich sage dann, gut, das machen wir, aber SIE sind derjenige, der sich als Remote Viewer präsentiert! (Ausbildung kostenlos) Dann wird den Leuten schnell klar, was es bedeuten würde, diese Geschichte vielen Millionen Fernsehzuschauern zu präsentieren. Genauso gut könnten sie sich auf der ersten Seite der BILD-Zeitung als Lottomillionär outen. Sie können dann schon mal NATO-Draht und Bodyguards bestellen, um sich einzuigeln.
SK: Remote Viewing wird doch schon längst ausgiebig angepriesen. Im Internet.
MJ: Ja, aber da steht doch viel, auch viel Schrott. Glaubhaft wäre, wenn eine angesehene Fernsehsendung das darstellen würde. Aber glücklicherweise sind solche Beweise gegen das Senderkonzept. Und das, was wir verbreiten, lesen ja zum Glück nur die, die danach suchen. Das Schlimmste, was passieren könnte, wäre, wenn es ins Blickfeld aller gerückt würde.
7) Kann oder sollte man RV schnell lernen?
SK: RV kann man nicht lernen - was erlernt werden kann, ist der
Umgang mit dieser Fähigkeit und die Verfeinerung davon. Das ist vergleichbar
mit Muskeltraining. Jeder hat Muskeln, aber um damit herausragende Leistungen
zu erzielen, muß regelmäßig und fachgerecht trainiert werden.
Das kann man nicht mal eben schnell lernen. In den Trainings wird der Lernvorgang
beschleunigt und effizienter gestaltet, als wenn man es ohne versucht.
MJ: Man kann Remote Viewing-Methode innerhalb von einer Woche komplett
erlernen. So sehen es noch immer viele Trainingsanbieter besonders in den
USA vor. Aus unserer Erfahrung in Deutschland in den letzten vierzehn Jahren
ist dieses Vorgehen nur anzuraten, wenn aus irgend einem Grund Zeitmangel
besteht. Wenn man zum Beispiel sehr weit fahren oder fliegen muss, kann
es sich rechnen. Man sollte jedoch bedenken, dass die Anwendung der Methode
ein Vorgang ist, den das Gehirn so bisher noch nie durchführte. Es
müssen neue Nervenverbindungen angelegt werden und hier sollte man
sich nicht überstrapazieren. Die meisten Trainees haben nach zwei Tagen,
sicher aber nach drei Tagen das Gefühl, wirklich genug getan zu haben.
Alles Weitere kann zu einer Erschöpfung führen. Man hat keine
Freude mehr daran, muss sich sehr dazu zwingen und kann sogar einen Burn-out-Effekt
produzieren.
Dass es immer wieder Leute gibt, denen es nicht so geht, ist unbestritten.
Ein weiterer Effekt sollte nicht unter den Tisch gekehrt werden. Die Erkenntnis,
dass PSI tatsächlich funktioniert, ist ein tiefer Einschnitt in das
bisher erarbeitete Weltbild. Auch wenn man glauben WOLLTE, dass alles wahr
ist, kommt einem die Bestätigung am eigenen Leibe immer sehr wundersam
vor. Der typische Spruch der Trainees ist dann: "Ich hab ja immer gehofft,
dass es geht, aber dass es so gut geht, das habe ich nicht erwartet."
Diese Erkenntnis muss auch erstmal verarbeitet werden. Damit verändert
sich auch das Weltbild und das Verhältnis zu allen anderen Mitmenschen.
Erfahrene Remote Viewer sagen dazu: "Lasst das alles erstmal in euch
setzen und übt, damit ihr das alles sicher könnt. Und dann macht
weiter
wenn ihr wollt."
Aus diesem Grund wurde in Deutschland das blockweise Training eingeführt,
in dem die zwischenzeitliche Pause vorgegeben ist.
8) Sollte man ein Training komplett buchen?
MJ: Viele Interessenten wollen eigentlich nur wissen, was an den
vielen Aussagen dran ist, die sie von Autoren und Viewern gleichermaßen
hören oder lesen. Für diese Personen genügt es, nur den Trainingsblock
1 durchzuführen. Sie haben ihre Antwort und müssen ohnehin sehen,
wie sie ein neues Verhältnis zur Welt finden, in der PSI weiter als
"Quatsch" bezeichnet wird. Die Freiheit, weitermachen zu KÖNNEN
aber nicht zu müssen, sollte man eigentlich jedem einräumen. Wenn
man von vornherein das gesamte Programm bucht, kann es zu missliebigen Stornovorgängen
kommen. Deshalb besser von Block zu Block buchen!
Wer sich sicher ist, er müsse die komplette Ausbildung auf jeden Fall
machen, hat mit einer Komplettbuchung natürlich Terminvorteile.
SK: Das ist eher eine Frage, ob man es auf sich nehmen möchte, teils extrem weite Strecken für ein Training zurückzulegen, wenn man es nicht bei einem einzigen Trainer machen möchte. Es macht Sinn, ein Training komplett bei einem Trainer zu buchen, um nach dem Training die gelegte Basis zu verbessern, anderen Viewern zuzusehen, anderen Trainern zu begegnen, sich auszutauschen. Prinzipiell ist es so, dass die Trainings innerhalb der RVA auf einem gemeinsamen Standard aufbauen.
9) Was kostet ein Seminar ungefähr? Was sollte es kosten?
MJ: Die Seminarkosten bei den meisten Anbietern sind in den letzten
Jahren relativ stabil geblieben. Pro Person muss man mit Kosten um etwas
250-300 € pro Tag rechnen. Einige Anbieter weichen teilweise erheblich
von diesem Angebot ab, und zwar nach oben. Es gibt Seminare, die doppelt
bis dreifach so hoch ausgepriesen sind. Zusätzlich dazu kommen dann
noch Unterkunfts- und Bewirtungskosten.
Der Wunsch nach günstigen Seminaren ist bei Interessenten sicher legitim.
Wenn man aber einmal selbst eine Kostenrechnung für die gebotenen Leistungen
durchführt, kommt man bei einem Stundenlohn für den Trainer von
40€, was etwas die Hälfte von dem ist, was eine KFZ-Werkstatt
heute nimmt, zu schlüssigen Summen. Ein Seminar sollte mindesten soviel
kosten, dass die Einkünfte für den Trainer interessant sind, sonst
könnte er auch etwas anderes machen.
SK: Das ist von den Trainern abhängig - zwischen 450 und 800 Euro pro Zweitagesblock ist angemessen. Ich selbst rechne nach Zeit ab und verlange in Partnertrainings exakt dieselben Gebühren wie für ein Einzeltraining. Die Frage 10 spielt da mit rein:
10) Was ist besser an teuren Seminaren?
SK: Die Frage ist vielmehr, was "teuer" ist. Je nach Perspektive sind 50 Euro teuer, oder 5000. Das ist also vom Interessenten abhängig, wann ein Seminar teuer ist und wann nicht. Wieviel ist einem Trainee es wert, seine Fähigkeiten zu entdecken und zu verbessern? Für manche Menschen ist dafür kein Preis zu hoch, andere wiederum würden am liebsten alles kostenlos geschenkt bekommen.
MJ: An hochpreisigen Angeboten ist es zumeist die Werbung. Natürlich
ist die Art der Präsentation wichtig. Wobei nicht gemeint ist, dass
ein aufwendiger Powerpointvortrag in einem schicken Hotel mehr bringt als
eine technisch einfach gehaltene Informationsübermittlung. Die früheren
Seminare besonders in den USA boten für den ganzen ersten Tag nur Vorträge.
Meine Erfahrung ist, dass man umso mehr lernt, je früher man in die
Praxis geht. Eine einstündige Einführung genügt vollkommen.
Alle auftretenden Fragen kann viel eindringlicher anhand der getätigten
Sessions beantworten.
Bei einem "teuren" Seminar sollte auf jeden Fall gutes Lehrmaterial
gestellt werden und eine angenehme, störungsfreie Atmosphäre.
Ein Sitzungsraum einer Firma etc. ist zwar sehr neutral, führt aber
bei Trainees oft zu einem "Prüfungsgefühl".
Im Übrigen kann man nur einen begrenzten Umfang an Wissen an einem
Tag bewältigen. Auch forcierende Lernmethoden benötigen den Umstand,
dass der Köper "nachzieht", die Eiweißverbindungen
herstellt und das Gelernte zum Anwendungsgut wird. Hierbei wird das Tempo
durch die Akzeptanz und die Lebenseinstellung des Trainees mitbestimmt.
Persönliche Entwicklung kann man da sehr schwer forcieren. Inzwischen
ist auch eine Art "Burn-out"-Effekt bei Remote Viewern bekannt.
11) Worauf sollte man achten, was kann man empfehlen?
SK: Ein Training ist eine sehr persönliche Angelegenheit. Da die Trainer der RVA sich selbst im Internet präsentieren, kann man sich ein Bild davon machen, welche Schwerpunkte ein Trainer besitzt. Wenn die Chemie nicht stimmt, würde ich empfehlen, einen anderen Trainer auszusuchen. Ein Schnuppertag oder eine Demonstration des Trainers können viele Fragen im Vorfeld klären.
MJ: Empfehlen kann man auf jeden Fall, dass sich die Interessenten
informieren. Im Internet gibt es eine ganze Menge Anbieter, die auch ziemlich
genau sagen, was bei ihnen zu erwarten ist.
Achten sollte man auf jeden Fall auf das eigene Gefühl. Wenn man nicht
mit einer gewissen Zuwendung sich für ein Angebot entscheidet, ist
das schon mal nicht gut.
Unter den vielen Anbietern heute gibt es sehr unterschiedliche Facetten
der Seminardurchführung, aber auch der eigenen Praxis.
Da gibt es sehr erstaunliche Präsentationen. Es gibt Remote Viewer,
die ein Training bereits anbieten, nachdem sie selbst kaum den Grundkurs
gemacht haben oder aber mit Ende Zwanzig behaupten, bei der Entwicklung
der Methode persönlich mitgearbeit zu haben. Remote Viewing war so,
wie wir es heute kennen, zu 90% Mitte der 80er Jahre fertig, das ist ungefähr
25 Jahre her.
Verspechen, dass man sofort im Lotto gewinnen würde oder auch sonst
sich das Einkommen und die Aktienrendite exponential steigern würde,
sollte man auch misstrauen. Man muss mit RV auch erst einmal umgehen lernen.
Mit RV ist es wie mit jeder anderen Profession.
Ein Wort noch zu Massenveranstaltungen. Wenn man mit einer größeren
Gruppe einen Kurs besucht, muss dieser natürlich billiger sein. Man
kann da durchaus alles über die Methode lernen, muss aber große
Abstriche bei der Betreuung machen. Das bedeutet zum Beispiel persönliche
Optimierung der Ausführung (jeder Mensch ist anders) und Aufmerksamkeit,
wenn einmal etwas schief geht, denn ob ein Mensch irgend ein persönliches
Trauma hat, zeigt sich erst, wenn es auftritt. Dann sollte jemand sofort
zur Stelle sein können.
Ich habe solche Konfigurationen 1997 selbst untersucht und bin seitdem der
Ansicht, dass es für alle sicherer ist, wenn nur zwei bis drei Trainees
einen Kurs besuchen. Billig kann auch teuer werden.
12) Da es immer mehr Interessenten gibt und einige Insider auch davon sprechen, es sollte nicht jeder lernen, sollten RV-Seminare deshalb generell teuer werden?
MJ: Gute Frage. Wir leben in einer Marktwirtschaft, wie frei oder sozial muss man selbst entscheiden. Mittlerweile bietet ja eine ganze Reihe von Leuten ein RV-Training an. Als Interessent muss man natürlich abwägen, wie wichtig einem das Seminar ist und was man für sein Geld bekommt.
SK: Das hat nichts mit der Preisgestaltung zu tun, sondern mit der Verantwortung, die ein Trainer auf sich nimmt, wenn er einen Trainee annimmt. Eine Preiserhöhung würde nur die Zielgruppe verändern, nicht aber die Auswahl der Trainees.